Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Echte Zahlen statt „auf Anfrage“: was eine Website für Handwerk und kleine Betriebe üblicherweise kostet, warum Angebote so weit auseinanderliegen und woran du ein faires Angebot erkennst.

Du hast zwei Angebote für eine neue Website auf dem Tisch. Das eine liegt bei 1.200 Euro, das andere bei 6.000 Euro. Beide versprechen „eine moderne Website für deinen Betrieb“. Wie kann das sein, und welches ist das richtige?

In diesem Beitrag bekommst du die Größenordnungen, die in Deutschland üblich sind, eine Erklärung, wofür du eigentlich bezahlst, und eine kurze Liste, mit der du jedes Angebot in fünf Minuten prüfen kannst.

Die kurze Antwort

  • Baukasten, selbst gemacht: etwa 10 bis 40 Euro im Monat, dazu deine eigene Zeit für Texte, Bilder und Pflege.
  • Freiberufler oder kleines Studio: grob 800 bis 3.000 Euro einmalig für eine typische Handwerker-Website.
  • Agentur: meist 3.000 bis 10.000 Euro, mit Shop, Buchungssystem oder vielen Sonderwünschen auch deutlich mehr.
  • Laufend, egal bei wem: Domain und Hosting kosten grob 5 bis 25 Euro im Monat. Eine Betreuung mit Updates und kleinen Änderungen liegt meist zwischen 30 und 150 Euro im Monat, wenn du sie willst.

Das sind Erfahrungswerte, keine Preisliste. Was in deinem Fall richtig ist, hängt fast nur davon ab, wie viel Arbeit wirklich anfällt und wer sie macht.

Wofür du eigentlich bezahlst

Bei einer Website zahlst du kaum für Technik, sondern fast nur für Arbeitszeit. Die Software ist günstig oder kostenlos. Teuer ist das, was ein Mensch dafür tun muss. Bei einer typischen Website für einen Handwerksbetrieb sind das diese Bausteine:

  • Gespräch und Aufbau: Was machst du, für wen, in welchem Umkreis? Welche Seiten braucht es, und was soll ein Besucher am Ende tun, anrufen oder eine Anfrage schicken?
  • Texte: Oft der unterschätzte Teil. Gute Texte erklären deine Leistungen so, dass Kunden sie verstehen und Google sie zuordnen kann.
  • Bilder: Eigene Fotos von Baustellen, Team und Werkstatt wirken viel stärker als Symbolbilder. Wer sie aussucht, zuschneidet und für das Handy verkleinert, ist eine Frage des Umfangs.
  • Gestaltung und Umsetzung: Eine angepasste Vorlage geht schneller als ein Entwurf von null. Beides kann gut aussehen, kostet aber unterschiedlich viel Zeit.
  • Technik und Recht: Verschlüsselte Verbindung, schnelle Ladezeiten, Impressum und Datenschutzerklärung, Kontaktformular, das wirklich ankommt.
  • Google: Eine saubere Grundstruktur, damit die Seite gefunden wird, und ein eingerichtetes Google-Unternehmensprofil mit Karte und Öffnungszeiten.
  • Abstimmung: Jede Korrekturrunde, jedes Telefonat, jede Mail kostet Zeit. Je mehr Personen auf beiden Seiten beteiligt sind, desto mehr davon.

Warum Angebote dreimal so weit auseinanderliegen

Wenn zwei Angebote für „eine Website“ so weit auseinanderliegen, beschreiben sie fast nie dasselbe. Die häufigsten Gründe:

  • Wer schreibt die Texte? Im günstigen Angebot lieferst du sie oft selbst. Im teuren schreibt sie jemand für dich. Das allein macht schnell mehrere hundert Euro aus.
  • Wie viele Seiten? Eine Startseite mit allen Leistungen ist etwas anderes als zwölf Unterseiten mit je einer Leistung und einer eigenen Seite pro Ort.
  • Vorlage oder eigener Entwurf? Ein eigener Entwurf ist mehr Arbeit. Für die meisten Handwerksbetriebe ist er aber gar nicht nötig.
  • Wie viele Leute sind beteiligt? In einer Agentur arbeiten oft Beratung, Gestaltung, Entwicklung und Projektleitung an einem Auftrag. Das kann sinnvoll sein, jede Übergabe kostet aber Zeit, und die steckt im Preis.
  • Was ist an Extras drin? Online-Terminbuchung, Shop, mehrere Sprachen oder eine Anbindung an deine Software sind eigene Bausteine und gehören nicht zur Grundausstattung.

Das teure Angebot ist also nicht automatisch überteuert, und das günstige nicht automatisch schlecht. Entscheidend ist, ob drinsteht, was du brauchst, und nicht mehr.

Was eine Handwerker-Website wirklich braucht

Die meisten Kunden finden dich, wenn bei ihnen etwas kaputt ist oder ein Projekt ansteht. Sie suchen auf dem Handy, vergleichen zwei, drei Betriebe und rufen den an, der am verlässlichsten wirkt. Dafür braucht deine Website:

  • Deine Leistungen, klar und in der Sprache deiner Kunden.
  • Dein Einzugsgebiet, damit klar ist, dass du auch zu ihnen kommst.
  • Deine Telefonnummer, auf dem Handy mit einem Tipp erreichbar.
  • Echte Fotos von deiner Arbeit und, wenn vorhanden, Stimmen zufriedener Kunden.
  • Ein kurzes Anfrageformular für alle, die nicht anrufen wollen.
  • Schnelle Ladezeiten und ein sauberes Impressum.

Was du am Anfang meistens nicht brauchst: einen Shop, aufwendige Animationen, ein Dutzend Unterseiten, die niemand pflegt, oder eine englische Version. All das kann später kommen, wenn es einen echten Grund dafür gibt.

Die laufenden Kosten, die gern untergehen

Viele vergleichen nur den Preis für die Erstellung. Über mehrere Jahre machen die laufenden Kosten aber oft genauso viel aus. Ein Rechenbeispiel: Ein Baukasten für 30 Euro im Monat kostet dich in drei Jahren 1.080 Euro, ohne dass jemand Texte geschrieben oder Fotos ausgesucht hat. Eine fertige Website für 1.200 Euro plus 10 Euro Hosting im Monat liegt im selben Zeitraum bei 1.560 Euro.

Frag deshalb immer nach diesen Posten:

  • Domain und Hosting: Was kostet es im Monat oder im Jahr, und auf wen läuft die Domain?
  • Updates und Sicherheit: Systeme wie WordPress brauchen regelmäßig Updates. Wer macht das, und was kostet es?
  • Änderungen: Neue Öffnungszeiten, ein neues Foto, eine neue Leistung. Kannst du das selbst, oder zahlst du jedes Mal?

Woran du ein faires Angebot erkennst

Mit diesen Fragen kannst du jedes Angebot in wenigen Minuten einordnen, egal ob es 900 oder 9.000 Euro kostet:

  • Steht ein Festpreis drin, oder wird nach Stunden abgerechnet?
  • Ist klar beschrieben, welche Seiten und Funktionen enthalten sind?
  • Steht drin, wer die Texte und Bilder liefert?
  • Gehören Domain und alle Zugänge dir, auch wenn du später den Anbieter wechselst?
  • Sind die laufenden Kosten getrennt und ehrlich ausgewiesen?
  • Gibt es einen Zeitplan und eine feste Zahl an Korrekturrunden?

Wenn du auf eine dieser Fragen keine klare Antwort im Angebot findest, frag nach. Ein seriöser Anbieter beantwortet das gern und schriftlich.

Und was kostet es bei mir?

Ich baue Websites für Handwerk, Praxen, Gastronomie und kleine Läden in Hannover und Umgebung. Eine Website startet bei 890 Euro einmalig. Möglich ist das, weil du direkt mit der Person sprichst, die auch baut. Es gibt keine Projektleitung dazwischen und keine Übergaben, die Zeit kosten.

Drin sind fertige Texte, die ich nach unserem Gespräch schreibe, eine Website, die auf dem Handy zuerst gedacht ist, Impressum und Datenschutzerklärung sowie ein Eintrag bei Google mit Karte und Öffnungszeiten. Domain und Zugänge gehören dir. Was es in deinem Fall genau kostet, steht vor dem Start als Festpreis im Angebot, ohne Stundenabrechnung.

Wenn ich mich danach um Updates, Sicherheit und kleine Änderungen kümmern soll, kostet das ab 49 Euro im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Startpreise auf einen Blick findest du in der Preisübersicht.

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